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Stadt Köln Mülheim
Mülheim-Nord zur NS-Zeit  Erinnerungen · eine historische Spurensuche  
Im Rahmen des bundesweit vom Ministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderten Projektes

„VIELFALT TUT GUT“
– Jugend für Vielfalt Toleranz und Demokratie

wurde 2009 als Teil des „Lokalen Aktionsplans Köln“ das Projekt
„Mülheim entdeckt seine NS-Geschichte“ durchgeführt.
 

Die Projektgruppe der MüTZe
Als ein lokales Teilprojekt fanden sich im Frühjahr des Jahres interessierte Mülheimer/innen im Bürgerhaus MüTZe zusammen. Sie einigten sich, mittels Interviews den Erfahrungsschatz älterer Mülheimer Mitbürger/innen aus der NS-Zeit zu heben und die Ergebnisse ihrer Arbeit als Mahnung für nachfolgende Generationen zu veröffentlichen.
Es gab unterschiedliche Gründe, sich an einem Projekt über die NS-Vergangenheit in Mülheim zu beteiligen.  Aus erster Hand zu erfahren, „wie es damals in Köln-Mülheim war“, wurde zum gemeinsamen Anliegen, das die Gruppe schließlich auf ihren wöchentlichen Treffen als Ziel mit den konkreten Arbeitsschritten herausarbeitete.

Interviewpartner/innen

Der Kontakt zu den Interviewpartner/innen kam sowohl durch persönliche Bekanntschaften als auch durch die Vermittlung von Helmut Goldau von der Geschichtswerkstatt Köln-Mülheim zu Stande. Die interviewten Personen erklärten sich bereit, über ihr Leben während der NS-Zeit zu berichten. Während der Arbeit wurde deutlich, dass uns diese Form des direkten Zugangs nicht mehr lange erhalten bleibt. Im Oktober 2009 verstarb zwei Wochen nach dem Interview Frau Agnes Becker, deren Angehörige uns eine Fülle privater Fotos und Dokumente aus der damaligen Zeit zur Verfügung stellten, wofür wir uns herzlich bedanken.

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Filme, Tafeln und Broschüre – und alles im Internet
Elf Personen wurden  interviewt und dabei gefilmt. Das gesamte Filmmaterial von ca. 16 Stunden wurde zu einem Film von 1,5 Stunden Länge geschnitten. Dieser Film ist während der Ausstellung zu sehen. Er ist nach den Schwerpunkten Vorkriegszeit, Kriegszeit sowie End- bzw. Nachkriegszeit gegliedert, in denen die Beteiligten markante Schilderungen und Aussagen zu ihrer Lebenssituation und den prägenden Erfahrungen mit dem NS-Regime machen.
Von dem Drehbuchautor des Films „Die vergessenen Kinder Kölns“, Jürgen Naumann, gibt es einen gesonderten Film, in dem er von seinem Vater erzählt, der als Mitschuldiger nach dem Krieg verurteilt wurde.  Zu fast allen interviewten Personen gibt es Tafeln mit markanten Aussagen, die durch Fotos und Dokumente illustriert werden. Gestaltet wurden die Ausstellungstafeln, die Broschüre sowie die Website von dem Künstler Joachim Römer, bei dem wir uns hiermit ausdrücklich
für seinen solidarischen Beitrag bedanken.

Beteiligung von Schüler/innen der Klassen 10.2.1  
und 10.2.2 der Gesamtschule Köln-Holweide
Im Herbst 2009 stellten wir die Filme mit den Interviews Schüler/innen der Gesamtschule Holweide zur Verfügung mit der Bitte, zu den Filmen Gedanken, Zitate oder Fragen aufschreiben. Sieben Schüler/innen haben kleine Beiträge abgeliefert, die ebenfalls auf den Tafeln dokumentiert sind.
Ein Schüler, Nikita Wokurka, hat an der Bearbeitung des Films von Jürgen Naumann mitgewirkt.

Nachhaltigkeit
Die Ausstellung und der Film können für Schulprojekte ausgeliehen werden. Einige Interviewpartner/innen haben sich darüber hinaus  bereit erklärt, Schulklassen über ihre Erlebnisse zu berichten. In der Projektgruppe der MüTZe haben mitgewirkt:
Achim Niewind · Asta Pflüger · Christa Schliebs · Erwin Weidle · Heike Towae (Repros) · Myrite Herden · Peter Diekmann (Beratung) · Peter Oberem · Werner Ruhoff
Besonderer Dank gilt den Interviewten:
Dieter Steffens · Ilse und Ingo Dünnwald · Otto und Hedda Irlenbusch · Agnes Becker · Gerda Nitz · Anneliese Priller-Rauschenberg ·
Annemie Seliger · Doris Uelner · Rolf Heimann · Rolf Hülsebusch (nur im Film)

Für die Ermöglichung und Finanzierung des Projektes danken wir:


Informationen zum Gesamtprojekt: "Vielfalt tut gut"